EURO 2008: Grosseinsatz für die Feuerwehr
7. Juni 2008 | Von Moderator | Kategorie: DiversesWas bedeuten die EURO 2008 überhaupt für die Feuerwehren? Steht Mehrarbeit an oder tangiert der Grossevent die Feuerwehren überhaupt nicht?
Die EM 2008 findet in der Schweiz und in Österreich statt. Je vier Austragungsstädte haben den Zuschlag für Fussballspiele erhalten. In der Schweiz sind dies Zürich, Bern, Basel und Genf. Nach 1954 hat die Schweiz das zweite Mal die Ehren im Mittelpunkt vom Weltfussball zu stehen. Die Europameisterschaft ist nach der Fussball-WM und den Olympischen Sommerspielen der drittgrösste Sportevent auf der ganzen Welt. Die Dimensionen von diesem Event sind also gigantisch. Davon betroffen ist also auch die Feuerwehr.
Beispiel Zürich
Von der Euro 2008 ist nicht nur die Berufsfeuerwehr Zürich betroffen, sondern auch die Umliegenden Feuerwehren.
Die grössten Herausforderungen für die nichtpolizeiliche Sicherheit:
- starke Zunahme Tagesgeschäft
- verletzte, alkoholisierte Fans (Schnittwunden, Hitzschläge, usw.)
- Fanzonen schränken Rettungsachsen ein
- zusätzliche Einsatzmittel notwendig für Aufgaben im Stadion-/Public-Viewing-Bereich
- Durchhaltevermögen: EURO 2008 dauert vom 7. – 29.6.06 (3 Wochen)
Dabei gilt es zu beachten, dass auch das normale Tagesgeschäft weiterläuft. Folgende Massnahmen wurden deshalb ergriffen:
- Grundversorgung Feuerwehr und Sanität bleibt erhalten, wird durch Personalverstärkung erhöht
- alle Aufgaben im Bereich EURO 2008 werden mit zusätzlichen Mitteln bewältigt
- Personal der Einsatzleitzentrale wird zur Sicherstellung der Grundversorgung verstärkt (Notrufe 118 und 144)
- Dienstleistungen des Zivilschutzes zu Gunsten der Bevölkerung werden aufrecht erhalten
Insgesamt stehen an einem Spieltag in Zürich rund 320 Feuerwehrleute im Einsatz.
In Zürich stehen 5 Einsatzelemente im Einsatz. Je ein Einsatzelement ist fix stationiert beim Stadion und beim Public Viewing. Die restlichen drei Einsatzelemente sind mobil.
Von der Euro sind auch die umliegenden Feuerwehren betroffen. So zum Beispiel die Feuerwehr Meilen:
- Die B-Seuchenspezialisten des Stützpunktzuges Meilens (8 AdF) sind in Zürich im Raum Rämibüel stationiert und stehen unter der direkten Leitung von Schutz&Rettung.
- Das Stützpunktgebiet der Feuerwehr Meilen wird in der ganzen EURO-Zeit auf das ganze rechte Seeufer ausgeweitet. Somit ist die Feuerwehr Meilen in dieser Zeit auch für die Gemeinden Erlenbach, Küsnacht, Zumikon und Zollikon zuständig.
- Die First-Responder werden vermehrt zu Einsätzen kommen da das Einsatzgebiet des RD Männedorf von Zürich her abgeschnitten ist und das Spital Männedorf keine Aufstockung der Rettungskräfte veranlasst.
- Die Verkehrsgruppe wird bei Engpässen auf der Strasse direkt durch die Polizei zur Unterstützung aufgeboten.
Ein paar interessante Links: