Feuerwehren im Dauereinsatz wegen Gewitter
11. Juni 2008 | Von Moderator | Kategorie: DiversesAm Abend vom 10. Juni 2008 suchte ein starkes Gewitter weite Teile vom östlichen Mittelland heim. Für die Feuerwehren bedeutete das Gewitter einen Grosseinsatz bis spät in die Nacht.
Nach 18 Uhr entstand im Raum Sursee eine grosse Gewitterzelle, welche sich danach Richtung Albis verschob. Danach griff die Zelle über den Zürichsee bis zum Greifensee. Nach 20 Uhr waren noch weitere Teile in der Umgebung betroffen. Die Gewitterzellen brachten sehr starken Regen, zum Teil auch Hagel. Dazu kamen sehr viele Blitzschläge. Verschärft hat sich die Situation, weil die Zellen sehr stationär blieben und sich der Kern über dem Zürichsee kaum bewegte. In Shilbrugg wurden von 18 – 19 Uhr rund 92 mm Regen gemessen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass in der ganzen Region die Feuerwehren im Dauereinsatz standen.
Nachfolgend ein Ăśberblick ĂĽber die einzelnen Kantone:
ZĂĽrich
Betroffen von den Unwettern waren vor allem die Bezirke Affoltern, Horgen und Meilen. In Knonau stand der Dorfkern unter Wasser, die Strasse von Affoltern am Albis nach Mettmenstetten war gesperrt, die Sihltalstrasse war im Bereich Sihlbrugg nicht mehr passierbar, die Zugerstrasse von Richterswil nach Hirzel stand teilweise unter Wasser, in der Achse Meilen bis Hombrechtikon wurden zahlreiche Strassen überflutet, Sachachtdeckel wurden von den Wassermassen aus den Verankerungen gehoben. Die Feuerwehr Meilen musste zu rund 80 Objekten ausrücken. Auch 18 Stunden nach dem Gewitter standen die Einsatzkräfte, unterstützt durch den Zivilschutz, im Einsatz. Dazu kamen drei Brandalarme wegen dem Gewitter.
Thurgau
Im Kanton Thurgau gingen zwischen 20 und 22 Uhr rund 50 Meldungen über Schäden ein. Betroffen waren vor allem die Region Pfyn, Homburg, Müllheim, Mettendorf, Hüttlingen und Lommis. Stettfurt lief der Dorfbach über die Ufer. Oft standen Keller und Garagen unter Wasser oder Strassen wurden überflutet.
St. Gallen
In der Region Gossau und Uzwil musste die Feuerwehr zu 13 Einsätzen ausrücken. In Rapperswil wurde die Feuerwehr 8 Mal gerufen. Erdrutsche und Schlammlawinen gab es in Vättis, Grabserberg und Azmoos
Aargau
Gegen 50 Meldungen gingen im Kanton Aargau ĂĽber vollgelaufene Keller und ĂĽberflutete Garagen ein. Die Strassen RĂĽstenschwil - Benzenschwil und MĂĽhlau - Merenschwand wurden ĂĽberschwemmt.
Zug
Aus der Region Baar / Neuheim gingen bis in die Nacht hinein rund 100 Notrufe ein. Es standen rund 150 Feuerwehrleute der Feuerwehren Baar, Menzingen, Neuheim und Zug im Einsatz.





