Kölliken: Deponie nach Brand stillgelegt

15. Juli 2008 | Von Moderator | Kategorie: Brände

Seit dem November 2007 wird in Kölliken eine alte Deponie saniert. Eine Halle über der Deponie schütz davor, dass giftige Stoffe in die Umwelt gelangen. Nun ist in der Nacht vom 25. Auf den 26. Juni 2008 zum dritten Mal ein Brand ausgebrochen.

In der erwähnten Nacht hat sich freigelegtes Magnesium unter dem Einfluss von Sauerstoff selbst entzündet. Es gab eine Verpuffung mit einer Stichflamme bis unter das Dach der 8 Meter hohen Halle und eine massive Rauchentwicklung. Der Brand wurde mit Erdmaterial zuggedeckt und erstickt. Diese Arbeit wurde mit einem speziellen Bagger mit eigener Frischluftzufuhr ausgeführt. Seit diesem Ereignis ruhen die Arbeiten in der Deponie Kölliken.

Dass sich die Fässer selbst entzünden überrascht die Verantwortlichen sehr. Diese müssen nun das Sicherheitskonzept neu überarbeiten. Das Problem liegt darin, dass man nicht weiss wo was vergraben ist und dadurch bei den Ausgrabungen solche Reaktionen entstehen, die einen Brand auslösen können. Die Arbeiten in der Halle ruhen nun mindestens einen Monat. Bis dann soll das Sicherheitskonzept überarbeitet werden.

Anfangs rückte die Feuerwehr bei einem Brandalarm in der Halle mit einem Grossaufgebot aus. Inzwischen schickt man nur noch ein Pioniertrupp und die Zofinger Chemiewehr zum Ereignis. Je nach Grösse vom Brand, werden zusätzliche Mittel nachalarmiert. Gemäss Anwohner hat es schon beim Füllen der Deponie zwischen 1978 und 1985 immer wieder Brände gegeben.

Man darf gespannt sein, wie die Verantwortlichen mit der Brandgefahr umgehen und was für Massnahmen getroffen werden.

Google Maps Deponie Kölliken

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