Meggen: Brand einer Scheune - Tiere verbrannten

17. Juli 2008 | Von Moderator | Kategorie: Grossbrände

Beim Brand einer Scheune in Meggen LU wurde eine Scheune völlig zerstört. Die Tiere konnten nicht gerettet werden.

Der Scheunenbrand auf dem Hof Badhof im luzernischen Meggen wurde am Mittwochabend, 16. Juli 2008 kurz vor 19 Uhr der Polizei gemeldet. Bei Eintreffen der örtlichen Feuerwehr stand die Scheune bereits in Vollbrand. Eine Tierrettung war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Das naheliegende Wohnhaus konnte durch die Feuerwehr gehalten werden. Die Scheune brannte bis auf die Grundmauern nieder. Personen wurden keine verletzt. Rund 30 Tieren verbrannten in der Scheune,, darunter 19 Kühe und 5 Rinder.

Insgesamt standen über 100 Feuerwehrleute mit 10 Fahrzeugen der Feuerwehren Meggen, Adligenswil und Udligenswil im Einsatz. Die Brandursache sowie die Schadenhöhe sind noch unbekannt.

Video zum Brand in Meggen

Nachtrag:
Gemäss Augenzeugen, gab es kurz vor 19 Uhr einen riesigen Knall und eine 10 bis 20 Meter hohe Stichflamme sei aus der Scheue geschossen. Das erklärt auch, weshalb die Scheune beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand stand und die Tiere nicht mehr gerettet werden konnten.

Die Kantonspolizei sucht Personen, die zu Beginn des Brandes Beobachtungen, evtl. Foto- oder Filmaufnahmen gemacht haben. Ebenso sucht die Polizei eine ältere Dame, die mit einem Hund an der Scheune vorbeispazierte.

Die gesuchte Dame sowie Personen, die sachdienliche Hinweise machen können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Luzern zu melden (041/ 248 81 17).

Brand einer Scheune in Meggen LU Scheunenbrand in Meggen - Grossbrand
Bildquelle: Kapo LU

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6 Kommentare
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  1. Ein riesen Drama dass sich da ereignet hat. Aber wieso konnten die Tiere nicht mehr rausgelassen werden? Waren Sie angebunden? Wieso gibt es hier nicht auch bessere Sicherheitsvorschriften? Sonst gibt es doch auch fĂĽr jede nur kleinste Installation Vorschriften. Alte Ställe sollten vielleicht auch mit Sprinkleranlagen ausgestattet werden. Oder lohnt es sich nicht, weil es ja “bloss” Tiere sind? In einem anderen Polizeirapport lass ich gar von Einheiten (damit Tiere gemeint). Ich bin entsetzt.

  2. Sicherlich ein Drama, dass sich dort abgespielt hat. Die genauen Hintergründe wie es soweit kommen konnte können nur anwesende erläutern. Auch wenn es noch so strenge Vorschriften gibt, Opfer werden Brände immer wieder fordern.
    Sprinkleranlagen sehe ich nicht als Lösung für die Brandverhütung und als Schutz der Tiere.
    Bei den Tieren von Einheiten zu schreiben finde ich persönlich auch für nicht angebracht.

  3. Nun ja, sicherlich ist es schwierig und zusätzlich kostspielig, Scheunen ebenfalls nach Brandvorschriften einzurichten. Trotzdem sollten Brandmelder, oder ein allfälliges Verbot Heu im gleichen Gebäude zu lagern, wo sich Tiere oder Menschen aufhalten geprüft werden. Zumindest wäre es eine Möglichkeit, gerade heute wo man soviel Technik zur Verfügung hat. Selbstverständlich sind Unglücke nie auszuschliessen, leider.

  4. Ich habe den Brand aus nächster Nähe erlebt, da ich in Meggen wohne und gerade in der Gegend war. 10 Min. vor Brandausbruch fuhr ich mit dem Fahrrad am Hof vorbei. Nichts hat auf die Katastrophe hingedeutet. Als ich im Meggerwald war, hörte ich einen lauten Knall, weshalb ich in die Gegend des Hofes schaute. Nach diesem Knall (dem noch ein weiterer kleinerer folgte) gab’s eine riesige schwarze Wolke und die Scheune brannt sofort licherloh. Ich fuhr dann wieder zum Stall runter (das dauerte vielleicht 5 Min. vom Knall an). Die Scheune stand dann bereits in Vollbrand, und zwar nicht nur der Heustock, sondern auch der Stall, wo die Tiere waren. Es ging alles so schnell, dass ich es mĂĽssig finde darĂĽber zu diskutieren, dass man die Tiere hätte retten können. Es gab keine Chance, diese zu retten. Ich kenne die Familie persönlich und weiss, dass, wenn sie die Möglichkeit gehabt hätten, zuallererst an die Tiere gedacht und diese befreit hätten. Die Familie leidet enorm unter den Geschehnissen, vor allem auch wegen den Tieren. Sie hat von einer Sekunde auf die andere ihre Existenz verloren. Auch mir kommen heute noch die Tränen, wenn ich an den Brand denke, da ich in der Kindheit viel Zeit dort verbracht habe. Mit dem Mail möchte ich meiner Betroffenheit Ausdruck geben, dass bei einem solchen Schicksalsschlag, den man seinem ärgsten Feind nicht gönnen mag, ĂĽber die Möglichkeiten einer (in diesem Fall völlig unmöglichen) Tierrettung diskutiert wird und es ausser Acht gelassen wird, dass einer Bauernfamilie die Tiere in den meisten Fällen das Wichtigste sind und sie alles daran setzen wĂĽrden, diese in einem Brandfall zu retten.

  5. @ Irene
    Danke für Deine eindrückliche Schilderung. Da läuft es einem gleich kalt den Rücken runter.

  6. Liebe Irene. Vielleicht hast Du meinen Kommentar falsch aufgefasst, schade. Es geht darum kĂĽnftige Lösungen zu suchen, das so etwas nicht wieder passiert. Nicht darum, jemandem Schuld zuzuweisen. Ich komme selber aus einer Bauernfamilie und weiss, wie es ist wenn man Tiere verliert und dass auch die Existenz damit verbunden ist, klar. Nichts desto trotz sollte man daraus lernen und nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen. Was die Familie betrifft, ob ich sie gekannt hab oder nicht, auch ich empfinde tiefstes MitgefĂĽhl fĂĽr Sie und es tut mir äusserst leid, fĂĽr jeden der so einen Schicksalsschlag erleidet und so etwas verarbieten muss. Die Augen zu verschliessen und es als “mĂĽssig” zu bezeichnen ĂĽber so etwas zu diskutieren find ich aber unangebracht.

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